09.04.2021

Warum lohnt es sich, einen Businessplan gut vorzubereiten?

Wann kann ein Geschäftsplan sinnvoll sein?

Die Grundlage für den Betrieb und den Erfolg jedes Unternehmens ist ein Plan. Ohne ihn sinken die Erfolgschancen erheblich. Er hilft auch, übereilte Entscheidungen zu vermeiden, die oft auf Emotionen beruhen. Ein weiterer wichtiger Vorteil eines Geschäftsplans ist, dass er die Bewertung von Aktivitäten erleichtert. Wenn die Vision für die Zukunft des Unternehmens klar festgelegt ist, lässt sich leichter beurteilen, ob unsere Maßnahmen die gewünschte Wirkung haben werden.
Ein Geschäftsplan ist auch unverzichtbar, wenn wir ein Darlehen, einen Zuschuss oder die Unterstützung eines Investors erhalten wollen. In diesem Fall müssen wir ihn als die Visitenkarte unseres Unternehmens betrachten, da wir auf der Grundlage dieses Plans in der Lage sein werden, eine Finanzierung zu erhalten.

Wie sollte ein guter Geschäftsplan aussehen?

Für die Erstellung eines Geschäftsplans gibt es kein perfektes Beispiel, dem man folgen sollte. Sein Aussehen sollte in erster Linie von seinem Zweck abhängen. Wenn das Ziel darin besteht, eine Finanzierung zu erhalten, sollten wir uns in erster Linie darauf konzentrieren, die Anforderungen der betreffenden Institution zu erfüllen und dann unsere Idee in einem positiven Licht darzustellen. Wird ein Businessplan für den persönlichen Gebrauch erstellt, sollte der Schwerpunkt auf der tatsächlichen Darstellung der Situation und der Festlegung realistischer Ziele und Strategien liegen.

Ein typischer Geschäftsplan besteht im Allgemeinen aus den folgenden Abschnitten:

1. Beschreibung des Unternehmens

In diesem Abschnitt sollten Informationen wie die wichtigsten Angaben zum Unternehmen, die Rechtsform des Unternehmens, der Name des Unternehmens, die Kontaktdaten und das Datum der Aufnahme der Geschäftstätigkeit aufgeführt werden. Außerdem ist hier der Platz, um die Mission, die Vision und die Ziele des Unternehmens darzustellen.

2. Beschreibung des Produkts/der Dienstleistung

Hier stellen Sie das Produkt oder die Dienstleistung vor, die Sie anbieten möchten. Der Schwerpunkt sollte hier auf Aspekten liegen wie: Merkmale, Vorteile, Herstellungskosten, welchen Wert das Produkt/die Dienstleistung den Kunden bringt und was das Produkt/die Dienstleistung von den Lösungen der Wettbewerber unterscheidet.

3. Beschreibung des Personals

Bei der Erstellung einer Personalbeschreibung sollten Sie Informationen wie die Zahl der Beschäftigten, die Erfahrung und Qualifikation der Führungskräfte, die Struktur des Unternehmens und die Personalkosten berücksichtigen.

4. eine Markt- und Wettbewerbsanalyse

Bei der Analyse des Marktes und des Wettbewerbs sollte das Hauptaugenmerk auf den vorherrschenden Markttrends, den sich aus den Marktbedingungen ergebenden Chancen und Gefahren, den Marktwerten, den Merkmalen der Zielgruppe, den Markteintrittsschranken, dem Wettbewerbsumfeld und einer Analyse der größten Marktteilnehmer liegen. Instrumente wie die SWOT-Analyse, der Osterwalder-Canvass und die McKinsey-Matrix erweisen sich auch in diesem Abschnitt als nützlich.

5. Marketing- und Verkaufsstrategie

In diesem Abschnitt sollte dargelegt werden, wie das Unternehmen werben wird, wie die Kunden von dem Unternehmen erfahren werden, welche Kanäle für die Vermarktung genutzt werden und wie und an wen die Produkte/Dienstleistungen verkauft werden.

6. finanzielle Strategie

Der Finanzplan sollte Elemente wie Finanzprognosen, Gewinn- und Verlustrechnung, Cashflow, Break-even-Punkt und Bilanz enthalten. Wichtig ist auch, dass alle Angaben in diesem Abschnitt durch Berechnungen unter Berücksichtigung der Marktentwicklung untermauert werden.

7 Zeitplan

In diesem Abschnitt sollten wir alle unsere Aktionen im Zeitverlauf definieren. Die Zeitintervalle, in denen der Schritt durchgeführt werden soll, sollten angegeben werden.

Zusammenfassung

In diesem Abschnitt sollten alle in den vorangegangenen Abschnitten vorgestellten Schlüsselinformationen dargestellt werden, und es sollte eine Gesamtbewertung der Unternehmensrisiken folgen.

Wenn Sie Ihren Businessplan schreiben, denken Sie daran, dass er die Visitenkarte Ihres Unternehmens ist. Sie sollten es in Superlativen darstellen, aber auch die bestehenden Risiken und Bedrohungen auf dem Markt nicht vergessen.

Krzysztof Glinicki

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